Die Kirchen unserer Kirchengemeinde
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Für den Gemeindebezirk Lossow-Güldendorf ist Pfarrerin Irene Brockes zuständig.
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Die Kirche in Lossow

Bild: Gemeindebezirk Lossow - KircheIm Lebuser Stiftsregister von 1405 ist Lossow unter den Orten verzeichnet, die eine Kirche besitzen.
1741 wurde auf Veranlassung des damaligen Rittergutsbesitzers Adolph Friedrich von Beerfelde eine neue Kirche gebaut. Diese wurde 1746 eingeweiht und hatte im Wesentlichen die Form der heutigen Kirchenruine. Die Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss, weshalb man davon ausgeht, dass die Kirche eine Kreuzkirche ist. An der Westseite befindet sich ein quadratischer Turm, der 1746 eine runde Haube hatte. Unter dem Nordflügel befindet sich eine Gruft. An der Nordseite der Kirche über einem Giebelfeld wurde um 1746 das Allianzwappen derer von Beerfelde angebracht. Der heutige Eingang in die Kirche befindet sich auf der Ostseite.

 

Zur Lossower Kirchengemeinde gehörten damals auch Brieskow, Finkenherd, Buschmühle, Schiffersruh und die Ziegelei. Heute gehört Lossow zur Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) - Lebus.

1759, während des siebenjährigen Krieges, besetzten die Russen Lossow. Sie plünderten die Kirche, das Pfarrhaus und vernichteten Urkunden und Kirchenbücher.

1760 begann der Pfarrer Johann Jacob Werkmeister wieder mit der Führung der Kirchenbücher, diese existieren noch heute im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder).

Am 13.Juli 1885 schlug der Blitz in den Kirchturm ein. Das Feuer griff auf den Glockenstuhl über, sodass er einstürzte. 1885/86 wurde der Kirchturm wieder aufgebaut, allerdings in veränderter, vereinfachter Form.

1913  musste die Kirche baupolizeilich gesperrt werden. Der 1.Weltkrieg und die Inflation verhinderten die Erneuerung; es wurden nur Stützen eingezogen und die Glocken wurden eingeschmolzen.
Der Rittergutsbesitzer Simon spendete 3 neue Glocken, die am 14.Februar 1924 eingebaut wurden.
1940 verkaufte Herr Simon sein Gut an das Märkische Elektrizitätswerk, das damit das Kirchenpatronat übernahm.

 

1945 stieß die Sowjetarmee bei ihrer Oderoffensive bei Schiffersruh und Schwetig (heute poln. Swiecko) über die Oder. Im April erreichten die ersten Rotarmisten Lossow und besetzen das Dorf. Zu diesem Zeitpunkt waren fast alle Lossower geflüchtet. Viele Häuser, Ställe und Scheunen brannten nieder und nahmen großen Schaden. Auch die Kirche wurde ein Opfer der Flammen.
Nach dem Krieg in Fünfziger Jahren wurden erste Aufbauarbeiten durchgeführt. Der Turm erhielt ein Dach. Das Bauholz spendeten Lossower Bauern.

1995 konnte mit Hilfe verschiedener Fördermittel das Turmdach und ein Viertel der Kirchmauer saniert werden.

 

Ein Sicherungsnetz über der Mauerkrone wurde 2005 angebracht. Damit ist die Ruine begehbar. Sie wird zu verschiedenen kirchlichen Veranstaltungen benutzt: z.B. Osterfeuer, Goldene Konfirmation, Gemeindefest, Konzerte, Adventsmarkt.

 

 

 

 

 

Die Kirche in Güldendorf

Nach heutigen Erkenntnissen ist der Bau der Kirche auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert und im frühgotischen Stil auf Findlingen gebaut. Der Kirchturm wurde im 15. Jahrhundert errichtet und 1773 umgebaut. Im Inneren fand sich noch die Gravur des Zimmermanns Gast. Die Glocken waren eine mittelalterliche schmucklose und eine von 1688, gegossen von George Hofmann aus Frankfurt (Oder).

 

Die Orgeleinweihung erfolgte 1811. Ein Verwandter der Güldendorfer Familie Mädel, der Berliner Fabrikant Mädel, stiftete 1932 ein Mosaikgemälde, das den segnenden Christus darstellt, welches 1933 in die Ostwand eingefügt wurde. 1936 erfolgte der Bau einer Friedhofshalle.

 

Die Kriegshandlungen des Zweiten Weltkrieges im Frühjahr 1945 überstand die Kirche weitestgehend. Nach einem Blitzschlag im Juni 1945, sie brannte unter Explosionen der dort gelagerten Munition völlig aus, erhielt das Kirchenschiff 1951/52 ein neues Dach. Im März 1952 wurde die Kirche durch den Superintendenten Günter Jacob geweiht.

 

Heute findet in den Sommermonaten die Konzertreihe "Silbermannorgeltreff" statt, zu dem Organisten aus ganz Deutschland auf dem berühmten Instrument spielen.